… müssen sein. Manchmal jedenfalls. Bei kleineren Teilen hält sich das in Grenzen, aber wenn das Pubertier einen Wunsch äußert, dann wird es schon etwas aufwendiger.
Momentan ist es so, dass ich nicht weiß, wo ich eigentlich anfangen soll. Da ist ein Kleinteil für die Tochter der Bekannten auf den Nadeln. Das Kleidchen für unsere kleine Prinzessin wollte ich eigentlich auch schon längst fertig haben. Für die kleine Maus muss/soll ich noch eine zweite “Hello Kitty®”-Hose stricken. Ein Sommermützchen wurde auch gewünscht. Allerdings habe ich bis Dato noch keinerlei Antwort auf die Fragen, die ich stellte bekommen. Ergo ist dieses Mützchen jetzt eben nach ganz hinten gerutscht. Tja und dann kam das Pubertierchen und äußerte einen großen Wunsch. Nun gut, groß im Vergleich zu den kleinen Kleidungsstücken, die genadelt oder neu genadelt werden müssen.
Dem Wunsch entspreche ich natürlich gern, ist es doch mein “Söhnchen” (dat Kerlchen ist fast einen Kopf größer als ich), der selbigen äußerte. Gewünscht war/ist, dass es kuschelig weich sein soll. Kein Problem, ich habe tolle wunderweiche Polwarth-Fasern von meinem Schätzelein. Diese habe ich nun fertig versponnen, zweifach gezwirnt, gehaspelt, stranguliert, gebadet, vermöbelt und trocknen lassen. Schritt 1 ist also abgehakt. Ein weiterer Wunsch, eine Färbung in Wunschfarbe und diese dann im Farbverlauf. Oha. Wunschfarbe kein Thema, Verlaufsfärbung natürlich auch nicht, aber …. Das Kind ist, wie schon geschrieben, einen Kopf größer als ich. Ich messe 165 cm in der Höhe – auf die Breite legen wir mal den Mantel des Schweigens *lach. Ich kurbelte also ca. 900 m Wolle zum Strickschlauch am Stück. Leute, das gibt Muckis oder einen Tennis-Arm *gg. Die Kurbelei ist aber auch abgehakt. Jedenfalls vorläufig, denn ich muss mit Sicherheit noch mal nachkurbeln. Dann aber nicht in so großem Stil.

Im Bild bin ich längst noch nicht fertig mit der Kurbelstrickerei. Doch man sieht schon, dass das ein etwas längerer Schlauch wird.
Heute habe ich mir dann die Zeit genommen, um zu färben. Wie gesagt, Wunschfärbung im Farbverlauf. Als ich diese große Strickschlauchrolle sah, kam mir die Idee, dass ich doch einen Holzstab (Kochlöffelstab oder ähnliches, der in der Breite über den Färbetopf gelegt werden kann) nutzen könnte. Gedacht, getan. Ich habe also den Strickschlauch um den Holzstab gewickelt (einfach den Stab an den Anfang des Schlauches legen und dann aufrollen zu einer dicken Rolle). Holzstab mit Strickrolle habe ich dann auf den Färbetopf gelegt und konnte so ganz langsam und gleichmäßig das Gestrick ins Färbebad gleiten lassen. Das ist einfacher und angenehmer, als den Schlauch so nach und nach einzutauchen.
Die Färberei ist somit auch erledigt und abgehakt. Mit Sicherheit werde ich aber noch nachfärben müssen, doch das bleibt abzuwarten. Das Pubertierchen ist zwar groß, aber auch sehr schlank. Das wiederum ist sehr von Vorteil.

Das ist die Wunschfärbung. Von Dunkelschwarz zu heller werdendem Grau. Leider waren die Lichtverhältnisse heute nicht optimal. Meine Kamera mag die Farbe auch nicht wirklich, im Gegensatz zu mir. Mir gefällts nämlich auch sehr gut.
Morgen wird dann wieder geribbelt, gehaspelt, stranguliert, gebadet und dann wird am WE angestrickt. Bis dahin werde ich hoffentlich schon eins der Kleinkind- bzw. Babyteilchen fertig genadelt haben.
Ich wünsche allen frohe Pfingstfeiertage mit hoffentlich besserem und vor allem trockenem Wetter!
Bis bald

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